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Die Fettfallen der AOK
Fettfallen Titel - AOK MitgliedszeitschriftMir fiel heute die Mitgliederzeitschrift der AOK in die Hände und dort die Titelzeile "Abnhemen - So lassen sich beim Essen Fettfallen vermeiden" in die Augen.

Die 15 größten Fettfallen

Damit die Fettpolster schmelzen, muss weniger Fett auf den Teller. Doch es verbirgt sich gern und deshalb wird manches Lebensmittel zur Fettfalle. Wer sie kennt, tappt nicht hinein.

Oh mein Gott. Da lauern also überall versteckt Fettfallen. Einmal nicht aufgepasst und schon wachsen die Fettpolster um 2 Kilo. Endlich weiß ich auch, warum Lara Croft so dünn ist. Schließlich sind die Spielelevel nur so gespickt von Fallen. Wenn sie da ungeschoren durchkommt, können auch die "Fettfallen" sie nicht erwischen.

Fettfallen Doppelseite 1 - AOK MitgliedszeitschriftDer Artikel listet dann 15 "Fettfallen" auf. Darunter so "überraschende" Kandidaten wie Butter, Grillwurst und Sahnetorte. Da bin ich aber mal froh, dass mich die AOK aufklärt. Dachte ich doch immer Butter hat kaum Fett und Sahnetorte wäre eine typische Diätmahlzeit. Um die 15 vollzukriegen sind allerdings auch etwas merkwürdigere Fallen dabei. Etwa Alkohol, weil er den Fettabbau blockiert, Fleisch, weil es davon auch fettreiche Stücke gibt und sogar Kartoffeln. Also Kartoffeln haben jetzt natürlich nicht so viel Fett, aber man isst die ja immer als Bratkartoffeln oder Pommes, deswegen dürfen die dann schon als Fettfalle gelten.

Argh, man merkt dem Artikel richtig an, wie die arme Redakteurin gelitten hat, die zwei Doppelseiten vollzukriegen. Banalitäten gemischt mit Blödsinn. Und das Schlimmste ist, manche werden das glauben. Also, dass Fett etwas mit Übergewicht zu tun hat. Die große Fettangst ist doch eigentlich ein Relikt des letzten Jahrtausends. Aber die AOK verkauft weiterhin ihre Abnehmkurse, die nach diesem alten Prinzip arbeiten. Der grüne Abschnitt rechts unten auf der zweiten Doppelseite ist nämlich die direkte Anmeldung dazu.

Fettfallen Doppelseite 2 - AOK MitgliedszeitschriftFett mach satt, nicht dick. Natürlich esse ich keine blanke Butter und der Fettrand vom Schinken sollte nicht dicker sein als der Schinken selbst. Auch mag ich lieber Fleisch als Wurst, weil in der Wurst eben die ungünstigeren Fleischteile und viel Fett ist. Aber muss man den den Lesern Angst vor allem machen? Mit  dieser lieblosen Zusammenstellung erreicht man nur eines: Essstörungen.

Achja, vor Milch wird übrigens auch gewarnt. Dazu möchte ich mal mich selbst zitieren:

Übrigens:

Eine Studie des Nationalen Italienischen Forschungsinstituts (CNR) ergab einen Zusammenhang zwischen milcharmer Ernährung und Übergewicht. Kinder die mehr Milch trinken sind schlanker als solche die nur wenig Milch trinken. Die Forscher vermuten, dass der hohe Kalziumgehalt zu stärkerer Fettverbrennung führt.

Wer bisher aus Angst vor dem hohen Fettgehalt auf Milch verzichtet, befolgt damit zwar die gängigen Ernährungsempfehlungen, aber nach neuesten Erkenntnissen gilt eben das genaue Gegenteil: „Je mehr Milch man trinkt, desto schlanker wird man“, so der Wissenschaftler Gianvincenzo Barba.
Quelle: Kapitel 5.2. Fleisch und Tierprodukte aus "Leben ohne Diät"
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 16.03.2008 um 20:08 Uhr.
Stichworte: fett aok
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Wussten Sie schon, dass die Formel für den Body Mass Index aus dem 19. Jahrhundert stammt?
Mehr dazu im Kapitel Normwerte - das leidige Thema.
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Bisher 5 Kommentare:
Lutz Balschuweit sagte am 17.03.2008 um 21:35 Uhr:
Oh je, die von der AOK haben es also auch nicht verstanden. Wohin soll das nur führen?

Und dann rennen die "Tonnen" wieder durch die Gegend und haben neue Fehler ins Hirn gehämmert bekommen...
Astrid Kurbjuweit sagte am 24.03.2008 um 13:53 Uhr:
Also ich denke, dass die Fettpanik einen wahren Kern hat. Vor der Erfindung der Kunstdünger und der industriellen Herstellung von Lebensmitteln war es wohl nur einer kleinen Gruppe von Wohlhabenden möglich, sich so fettreich zu ernähren, wie es heute für viele selbstverständlich ist.

Fett war früher knapp und teuer und deshalb für sehr viele besonderen Gelegenheiten vorbehalten. Wenn wir heute täglich diese besonderen Gelegenheiten haben, dann läuft natürlich irgendetwas schief.
Das Problem dabei sind meiner Ansicht nach auch nicht Butter und Fettränder am Schinken, sondern die häufig enorm fettreichen Fertig- und Halbfertiggerichte, denen man das eben nicht ansieht.

Also generell halte ich die Warnung vor zu fettreicher Ernährung durchaus für gerechtfertigt, nur im zitierten Artikel werden wohl die falschen Schuldigen ausgemacht.
Lutz Balschuweit sagte am 24.03.2008 um 15:18 Uhr:
@ Astrid Kurbjuweit

Hab eben auf Deiner/Ihrer Website den Bereich zur Ernährung gefunden und finde die Darstellung ganz phantastisch.

Habe dann auch dorthin aus meinem Blog verlinkt.

Viele Grüße
Lutz Balschuweit
Dörte sagte am 29.03.2008 um 10:35 Uhr:
Na ja, immer schön weiter die Panik vor Fett und Zucker schüren und light-Produkte und Abnhemkurse werden sich noch ein paar Jahre phantastisch verkaufen.
Einfach eine ausgewogene Ernährung rentiert sich wohl nicht unbedingt...
Lutz Balschuweit sagte am 29.03.2008 um 10:58 Uhr:
@Dörte

Ich finde es richtig vor zu viel Zucker und zu viel Fett zu warnen. Das bedeutet ja nicht direkt, dass man Lightprodukte kaufen und verzehren soll!

Nur sollte die Nahrung heute nicht mehr so viel ÜBERFLÜSSIGES enthalten und zusätzlich sollten sich die Leute wieder mehr bewegen.

Diese gemeinsamen Dinge bringen den Erfolg.

Viele Grüße
Lutz Balschuweit

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