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Binäres Denken: Ist Bio gut oder böse?
Gut oder Böse?Nils Boeing hat im Blog der Technology Review einen höchst lesenswerten Artikel "Feindbild" Bio geschrieben. Es geht darum, warum konservative Medien Bio angreifen. Er spricht von einem regelrechten Kulturkampf um die Deutungshoheit, wie eine nachhaltige Wirtschaftsweise der Zukunft aussieht. Die Ökos auf der einen und wissenschaftlich, "fortschrittlicher" Industriekapitalismus auf der anderen Seite.

Ich finde den Artikel gut, aber doch vermutlich auch nur, weil er letztlich für Bio wirbt. Ich stehe also wohl eindeutig auf der Seite der Ökos. Schublade auf, Horst rein, Schublade zu. Wobei ich mich dabei nicht mal schlecht fühle. Eigentlich komisch, den binäres Denken liegt mir eigentlich nicht. Mit binär meine ich, dass es eben nur zwei Möglichkeiten gibt: An oder Aus, Gut oder Böse, für Bio oder dagegen.

Vermutlich liegt es auch genau an der Fragestellung. Selbstverständlich bin ich nicht gegen Bio. Aber muss ich deswegen alles im Bio-Bereich gutheißen? Ist die Welt nicht komplexer? Was ist "Bio" überhaupt? Ich finde es gut, Gemüse und Obst ohne Pestizide zu kaufen. Ich finde es gut, Joghurt mit Früchten statt Aromen zu kaufen. Ich finde es nicht gut, nur noch exotisches Obst aus Übersee zu bekommen, auch wenn es Bio ist. Ich finde es nicht gut, dass es Joghurt mit Aromen und Bio-Siegel gibt. Ich finde es gar nicht gut, wenn Bio-Schweine ohne Narkose kastriert werden und im Dunklen gehalten werden.

Darf ich das sagen? Obwohl ich Bio gut finde? Genau wie Reto sich immer freut, wenn er etwas findet, warum er kein LOHAS ist, so ist das ein Punkt, der mir dort sehr gefällt. Die LOHAS sind ideologiefrei. Die können mit der Spritschleuder zum Bio-Supermarkt fahren, oder mit dem Fahrrad zum Aldi. Die müssen sich nicht entscheiden nur gut oder nur böse zu sein. Die können als Hightech-Spezialisten trotzdem einen Bio-Apfel zu schätzen wissen.

Das sollten wir jedenfalls von den LOHAS lernen. Wenn ich wir sage, meine ich in erster Linie mich selbst. Cool down, wenn jemand behauptet Bio ist böse. Vor der Aufregung sollte er erstmal sagen, was den genau er meint. Ein wenig hat er vielleicht sogar Recht. Der Einzige, dem ich zugestehe, die Welt in Gut und Böse zu unterteilen ist der Papst. Und vermutlich würde ich genau das Gegenteil von dem tun, was er sagt. 8-)

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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 05.09.2008 um 12:07 Uhr.
Stichworte: bio lohas
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Dieser Beitrag stammt vom Autor des Buches "Leben ohne Diät". Lesen Sie die erste Auflage des Buches hier direkt online.

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Bisher 10 Kommentare:
Reto sagte am 05.09.2008 um 13:08 Uhr:
Haarscharf beobachtet ;-).

Und bezüglich dem Artikel von Boeing: wenn wir es schaffen, über unsere Gartenzäune zu schauen, dann hätten wir vielleicht auch etwas mehr Gewicht im News-/Medien-/Blog-Zirkus. Ich zitiere mal aus meinem Beitrag von gestern:

"Wenn ich den Beitragsverkehr so anschaue in den "unseren" Blogs, dann werden "wir" es allerdings kaum schaffen, mal eine rivva-Schlagzeile zu produzieren. Vielleicht liegen die Schwerpunkte unserer Blogs einfach zu weit auseinander, als dass Themen von anderen aufgegriffen, kommentiert oder ergänzt werden (mich selber eingeschlossen). Oder man weiss nix voneinder (hier und hier) ..."

Unter besonderen Beachtung der beiden Links. Und meinem Beitrag von heute. Und nochmal ein Lächeln: :-).
Reto sagte am 05.09.2008 um 13:08 Uhr:
Mist, a-Tags werden nicht konvertiert ...
Reto sagte am 05.09.2008 um 13:30 Uhr:
Nu, trotz fehlender Links in Deinem Artikel hat rivva das Thema trotzdem gefunden (und als Top Storie gewertet).

Interessant.
Horst sagte am 05.09.2008 um 13:32 Uhr:
Doch, werden sie. Nur halt erst manuell von mir. 8-)

Deinen Beitrag habe ich gelesen, aber ehrlich gesagt, weiß ich trotzdem nicht, was Du meinst. Soll ich die anderen Blogs, die bereits darüber berichtet haben verlinken? Bringt das was? Muss man nicht erstmal als Seed drin sein und dann kann man per Verlinkung Sachen pushen? Und dann wäre doch der Link auf den eigentlichen Artikel der Sinn, oder?

Es ist schon wieder einige Zeit her, das ich mich mit der Funktionsweise von Memetrackern wie rivva beschäftigt habe. Aber bei konkreten Handlungsanweisungen bin ich gerne dabei. 8-)

Wobei ich es auch fraglich finde, etwas künstlich zu pushen. Das ist wie bei den Social News-Sammlern wie Digg/Yigg/Webnews. Wenn ich eine Meldung hochvote, die aber niemand interessiert, bringt es auch nichts. Und die Themen die Blogger interessieren sind halt in erster Linie Blogs und in zweiter noch andere Technik.
Reto sagte am 05.09.2008 um 13:32 Uhr:
So, und jetzt höre ich auf zu spammen, bevor man mich rauswirft ;-)
Reto sagte am 05.09.2008 um 14:11 Uhr:
Na, keine Rede, etwas künstlich pushen zu wollen. Aber wenn ein Thema unter N-Bloggern wichtig zu sein scheint, dann darf das durchaus auch auf rivva sichtbar werden.

Und wegen dem Verlinken: auch darf und soll eine "natürliche" Sache sein. Vielleicht greift man einen Gedanken aus einem anderen Beitrag auf oder man zeigt seinen Lesern, dass das Thema auch anderswo Beachtung gefunden hat. Und gibt ihnen die Möglichkeit, andere Blogs zu entdecken ...

Meine persönliche Meinung als Leser: je mehr ein Beitrag verlinkt ist, desto wertvoller ist er für mich, weil er keine "Sackgasse" ist.
Jens sagte am 05.09.2008 um 14:36 Uhr:
Auch wenn es nicht das eigentliche Thema des Artikels ist: natürlich darfst du sagen, dass du die Kastration der Ferkel nicht gut findest. Das ist nämlich einfach überhaupt gar nicht gut und hat in der Bio-Produktion nichts zu suchen. Ich hatte dazu neulich was in der taz gelesen, bin aber leider nicht dazu gekommen, darüber zu bloggen. Vielleicht hole ich das übers Wochenende mal nach...
Horst sagte am 05.09.2008 um 21:05 Uhr:
@Reto: Ja genau. Ich gebe mir auch Mühe möglichst immer die Quellen zu verlinken. Bei wirklichem Inhalt zu einer Sache schadet dann ein Trackback auch nicht.

@Jens: Prima, freue mich auf den Artikel. 8-) Ich erinnere mich auch an eine Diskussion über die Narkose vor nicht allzulanger Zeit. Mich würde vor allem interessieren, wie schlimm den das wirklich wäre, wenn man gar nicht kastriert. Aber das ethische Fass, das man da aufmacht, dürfte sehr, sehr tief sein.
Jens sagte am 05.09.2008 um 21:13 Uhr:
Der Artikel ist gerade fertig geworden:
http://www.naturbelastet.de/2008/09/05/ferkelkastration-ohne-betaeubung-weil-sie-ozonschaedlich-ist/

Das Fass ist gar nicht so ethisch, sondern eher pragmatisch: Kastrierung ist scheinbar notwendig, weil die Menschen das Fleisch sonst als ungenießbar wahrnehmen (stinkt dann nach Eber) und geschlechtsreife Eber sich wohl gegenseitig zerfleischen würden, wenn sie bei gemeinsamer Haltung nicht kastriert wären.
Horst sagte am 06.09.2008 um 12:05 Uhr:
So schlimm ist das mit dem Ebergestank angeblich gar nicht. Aber ich habe mich damit bisher viel zu wenig befasst.

Man könnte die Tiere auch früher schlachten, wie es bei Lämmern ja auch geschieht. Dann wird es schon ethisch, weil die Frage ist, was ist besser. Wobei dann kommt man auch bei den Wurzeln der Tierzucht an. Also wie ethisch ist es, ein Lebewesen nur zu erzeugen um es hinterher zu essen. Wobei das für Pflanzen ja genauso gilt. Da gibt es aber zumindest welche, wo man nur die Früchte braucht, die genau dafür letztlich ja da sind. Ich habe zumindest große ethische Probleme frische Keimlinge/Sprossen zu verzehren. Das sind so kleine unschuldige Pflänzchen....

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