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Elektrosmog
Aufgrund eines interessanten Links von Harald in einem Kommentar und der Meldung von Christoph, dass er sein neues Handy nach dem Strahlungswert (SAR) gekauft hat, möchte ich nochmal auf das Thema Elektrosmog eingehen.

Es ist schwer über das Thema zu schreiben, ohne gleich als esoterischer Spinner abgetan zu werden. Allerdings sehe ich das aus der Sicht eines Elektronikers. Ich versuche das mal zu beschreiben, dabei versuche ich es einfach zu halten und gehe nicht auf Sonderfälle ein. Wenn irgendwo Strom durch Metall fließt, hat das zwei Auswirkungen. Einmal wird Hitze erzeugt, weil die Elektronen nicht ohne Widerstand fließen können (Spezialfälle wie Supraleitung lassen wir mal außen vor). Das nutzt man z. B. bei der Glühbirne. Diese wird einfach so heiß, dass sie glüht und dabei Licht erzeugt.

Die zweite Wirkung ist ein elektromagnetisches Feld. Dieses entsteht allerdings nur kurz, wenn der Strom zu fließen beginnt oder aufhört. Man kennt das beispielsweise bei alten Lichtschaltern, wenn man ein Knacksen im Radio hört, wenn das Licht an- oder abgeschaltet wird. Wechselstrom, wie er bei uns üblicherweise aus der Steckdose kommt, heißt so, weil er ständig seine Richtung wechselt (dabei wird mit 50 Hertz gearbeitet, also 50 mal pro Sekunde). Daher erzeugt er ständig ein magnetisches Feld. Wickelt man die Stromleitung auf zu einer Spule, addiert sich die Wirkung pro Wicklung. Ein elektrischer Motor nutzt das um aus elektrischer Energie eine mechanische Bewegung zu machen.

Im Prinzip arbeitet dabei jede Stromleitung wie ein Sender, allerdings ist eine niedrige Frequenz wie 50 Hz nicht besonders weit zu empfangen. Es reicht aber manchmal um Hifi-Freaks zur Verzweiflung zu bringen, wenn ein Brummton mit eben genau 50 Hz aus den Lautsprechern tönt. Auch bei Telefonen kommt das bisweilen vor, ich hatte das Vergnügen erst vor wenigen Wochen. Hier ist es meist so, dass der eigene Netzanschluss des Gerätes Schuld ist, also nicht etwa die Stromleitung, die in der anderen Ecke des Zimmers verlegt ist. Wobei Stromleitungen an sich, schon durchaus auch ernst zu nehmen sind. Ich erinnere mich noch an eine Netzwerkinstallation bei einer Firma vor einigen Jahren. Immer tagsüber war das Netzwerk nicht zu gebrauchen. Die IT-Spezialisten, die nach Feierabend den Fehler suchen sollten konnten keine Probleme mehr feststellen. Der Grund war das Netzwerkkabel, dass direkt neben der Starkstromleitung verlegt war. Sobald die Maschinen in der Firma liefen, war das Netzwerk matt gesetzt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Strom wirkt sich aus. Immer. Je höher die Frequenz umso weiter kann man die Auswirkungen "empfangen". Ein PC, der mit mehreren GHz arbeitet, ist im Prinzip auch ein prima Sender. So funktioniert das Radio, DECT, WLAN und auch das Handy. Dort werden die Signale eben verschieden kodiert und in verschiedenen Frequenzbereichen gesendet. Aber im Grunde ist es immer noch so, als würde man ganz schnell das Licht an- und ausschalten. Ganz vereinfacht gesagt eben.

Also Elektrosmog ist da, daran gibt es keinen Zweifel. Die Frage ist eher, wie wirkt sich das auf die Gesundheit aus. Hier gibt es viele Studien und Gegenstudien. Definitiv sicher ist nichts. Wie das bei Studien so ist, würde ich die auch nicht so ernst nehmen. Angenommen eine Studie würde ergeben, dass 99% der Menschen von Elektrosmog nicht geschädigt werden, was bringt es mir, wenn ich zum restlichen Prozent gehöre?

Andererseits bringt die moderne Technik auch viele Vorteile und macht das Leben bequem. In vielen Fällen ist der Vorteil eben größer als der mögliche Schaden. Wenn jeder ein Handy dabei hat und im Notfall schnell Hilfe rufen kann, werden vielleicht mehr Menschen gerettet als durch die Strahlung Schaden entstehen kann. Es ist also immer ein Abwägen.

Wobei ich da langsam auch etwas Angst bekomme. Was heute bereits als Bluetooth begann wird in Zukunft mit Wireless USB und anderen Techniken fortgeführt. Mobile Geräte lassen sich bereits kabellos laden, der Strom wird induziert, während man das Gerät herumträgt. Es soll in naher Zukunft keine Kabel mehr geben. Ein PC wird dann einfach neben Tastatur, Maus und Monitor gestellt und alles arbeitet zusammen. Das ist bequem. Das ist schön. Aber irgendwie macht mir das dann doch Sorgen.
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 02.09.2007 um 13:38 Uhr.
Stichworte: gesundheit strahlung elektrosmog wlan dect bluetooth
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Wussten Sie schon, dass Ernährungs-Experten sich bereits oft geirrt haben?
Mehr dazu im Kapitel Warum man nicht auf Experten hören sollte.
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Bisher 3 Kommentare:
Klaus-Peter sagte am 03.09.2007 um 09:23 Uhr:
Die stärksten elektromagnetischen Felder gibt es bei Hochspannungsleitungen, die manchmal auch direkt über Wohnhäuser führen.
Dann noch bei der Eisenbahn. Bericht über Studien hierzu unter
http://www.datadiwan.de/esmog/es_98_01.htm

Aber Computer sind doch abgeschirmt?
Horst sagte am 03.09.2007 um 12:48 Uhr:
Hallo Klaus-Peter,

ja, je stärker der Strom bzw. die Spannung, desto stärker das Feld. Das ist auch das Argument, mit dem die Mobilfunkindustrie wirbt. Bei Handys kommen tatsächlich nur sehr geringe Stärken zum Einsatz. Dafür ist die Frequenz deutlich höher. Ich möchte jedenfalls weder unter einer Starkstromleitung noch unter einer Mobilfunkantenne wohnen.

Computer sind natürlich abgeschirmt (wobei das auch dazu dient, um den Computer vor eingehender Strahlung zu schützen). Bei der Einführung des CE-Zeichens war das auch eine lange Diskussion, weil eigentlich jeder kleine PC-Schrauber seine PCs hätte testen lassen müssen, was aber ordentlich Geld kostet. Ich glaube die jetzige Lösung sieht so aus, dass bestimmte Komponenten und vor allem Gehäuse als OK gelten. Genau genommen müsste man sonst jeden PC bei jeder Änderung erneut auf Strahlung messen. Da reicht dann eine geänderte Slot-Blende aus. Genau genommen ändert auch jedes angesteckte Kabel das Komplett-System wieder, aber zum CE-Zeichen gehört das dann nicht mehr.

Also ja, ein PC ist abgeschirmt und er muss gewisse Grenzwerte einhalten. Es sind halt wieder nur Grenzwerte und schon der Anschluss von Maus, Tastatur und Monitor gibt wieder andere Ergebnisse. Besonders der Monitor ist da nicht ohne, für hochauflösende Bilder drängen sich die Bits da ganz schön dicht. Aber klar, auch die Kabel sind ja abgeschirmt. Je nach Preislage mal mehr und mal weniger. 8-)
Joachim Weise sagte am 18.05.2008 um 16:54 Uhr:
Hallo Klaus-Peter,

eine kleine aber wichtige Korrektur erlaube ich mir:

bei Hochspannungsleitungen befinden wir uns in der der Niederfrequenz. Dort treten elektrische und magnetische Wechselfelder immer getrennt auf. Von elektromagnetischen Felder spricht man daher nur in der Hochfrequenz.

Gruss
Joachim Weise
Baubiologe (IBN)

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