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<< Negative Folgen durch Suggestion >> Newsletter ohne Diät vom 10.07.2009

Soylent Gourmet-Suppe
Screenshot foodwatch Escoffier Dosensuppefoodwatch nimmt sich auf abgespeist die Dosensuppen von Escoffier vor. Vom Inhalt her gleichen sie billigen Tütensuppen, die Aufmachung verspricht aber Gourmet-Genuss. Als Werbeträger wurde Alfons Schuhbeck verpflichtet. Das kann man jetzt lustig finden, wie foodwatch auf diese Weise Verbraucheraufklärung zu betreiben versucht, muss man aber nicht. Ich bin es etwas leid, mit dem Finger auf einzelne Produkte zu zeigen und zu sagen: "Das ist das gleiche wie die Maggi Tütensuppe".

Ja, wir sind im Keller angekommen. Die Aufmachung und der Preis der Produkte sagt nichts über die Qualität aus. Das Werbekonzept verspricht ein Lebensgefühl, was der Inhalt nicht erfüllen muss. Respekt für den Ecoffier-Erfinder, aus Marketing-Sicht, ist das ein gelungenes Produkt. Der Inhalt interessiert doch niemanden. Da kann foodwatch noch so trommeln, es hören doch nur die zu, die es sowieso schon immer wussten.

Die Leute wollen verarscht werden. Niemand will wissen, was wirklich drin ist. Sonst würde sich das keiner gefallen lassen. Auch wenn Herr Bode immer gerne davon spricht, dass man sich mit der Leberwurst nicht so lange befassen kann, wie mit dem Kauf einer Eigentumswohnung. Das muss man nicht. Jeder weiß - auch dank foodwatch - dass in normalen Geschäften KEINE unbedenklichen Lebensmittel verkauft werden. Das ist den Leuten egal. Solange es billig ist, und kein Totenkopfsymbol davor warnt, wird es gekauft. Die anderen essen das doch auch. Würde man radioaktiven Abfall anbieten, auch der würde gehen. Heute nur 29 Cent statt 1,99. Kauf mich.

Es ist auch keineswegs ein Lebensmittelchemiestudium erforderlich um zu überleben. Nahrungsaufnahme ist etwas, was die meisten mehrmals täglich tun. Da kann man schon erwarten, dass es wichtiger ist als die technischen Details des neuen Autos oder Fernsehers zu kennen. Und wenn es nur das Wissen ist, dass man beim Discounter und im Supermarkt grundsätzlich verarscht wird. Das ist nicht schwer, das kann jeder lernen.

Und mehr Wissen braucht es nicht. Das reicht mir völlig, um dort nicht einzukaufen. Selbst wenn man mir dort alles schenken würde, wollte ich es nicht. Das Zeug ist nämlich nicht nur billig, es ist Müll. Das wissen die meisten. Aber es ist halt billig. Verbraucherorganisationen werden sich schon darum kümmern. Und wenn dann der Vorwurf lautet, dass ein Produkt auf edel gemacht wird, und man das gleiche für ein Drittel des Preises auch bekommen kann, dann ist ja alles in Ordnung. Das verstehen die Leute noch als Spartipp. Das man einen Laden, der einen so ein Verarsch-Produkt anbietet, einfach nicht mehr betritt, darauf kommt keiner. Dabei wäre das so einfach und effektiv. Aber solange es belohnt wird, alle für Dumm zu verkaufen, solange nützt es auch nichts, einzelne an den Pranger zu stellen, wie es foodwatch mit Escoffier getan hat.

Wie wäre es mit einem Boykottaufruf für alle, die Werbung für das Produkt machen? Und alle Läden, die es anbieten? Vielleicht gleich für alle Produkte, die foodwatch bereits auf abgespeist vorgestellt hat. Das wäre doch mal eine Aktion. Vor jedem Supermarkt in Deutschland ein Aktivist mit foodwatch Plakat und dem Hinweis "Hier werden Sie beim Einkauf verarscht". Gerne auch mit Flashmob, der die Kunden, die es trotzdem tun, auslacht.
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 11.07.2009 um 12:30 Uhr.
Stichworte: foodwatch lebensmittel einkauf industrie
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Wussten Sie schon, dass Ernährungs-Experten sich bereits oft geirrt haben?
Mehr dazu im Kapitel Warum man nicht auf Experten hören sollte.
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Bisher 5 Kommentare:
Klaus-Peter sagte am 12.07.2009 um 21:53 Uhr:
Der Film, auf den Du Dich beziehst, stammt von 1973...
Man kann ihn aber im Internet finden - ob es sich lohnt, ihn anzuschauen, bezweifle ich aber.
Zu plakativ - allerdings: Beim Tierfutter hatten wir die Verfütterung von Artgenossen auch schon, mit den bekannten Folgen.
Eine ethische Frage.
Horst sagte am 13.07.2009 um 08:04 Uhr:
Oh doch. Ich finde das lohnt sich sehr. Immerhin ist er nach 35 Jahren fast aktueller als vorher. Nur, dass bei uns die Menschen Soylent freiwillig kaufen, obwohl sie sich noch echte Nahrung leisten könnten.
Ines sagte am 13.07.2009 um 14:08 Uhr:
"Niemand will wissen, was wirklich drin ist. Sonst würde sich das keiner gefallen lassen."

Wirklich nicht?
Das meiste läßt sich doch so schön auf der Packung nachlesen! Und wer's liest, läßt sich gefallen, dass er das meiste davon sowieso nicht kennt!

Da verläßt man sich doch ganz auf unser hochgelobtes Lebensmittelgesetz - und darauf, dass die Renten sicher sind!


silberbauer sagte am 31.07.2009 um 09:13 Uhr:
Der Film (2022..Die, die überleben wollen (Original "Soylent Green") ist mehr wie deutlich. Die Menschen bekommen billiges Essen vorgesetzt und sind darauf ganz versessen. Der Traum des alten Mannes von der schönen Blumenwiese und der Luxus eines echten Apfels oder eines Steaks sind erschreckend dargestellt.
Aber wir sind davon nicht mehr weit weg.

Wer hinterfragt, was das Huhn oder die Pute gefressen hat, bis sie schlachtreif sind. Wenn man sich anschaut, was laut EU alles in der Futtermittelindustrie erlaubt ist, wird einem schlecht. Allzu viel Reue aus BSE kommt nicht auf, auch jetzt werden nach wie vor Abfälle mit verfüttert Pute und Huhn fressen in der Natur schließlich auch Insekten...

Wer hinterfragt, was mit dem ganzen genveränderten Soja und Mais geschieht- der landet im Futtermittelbrei, denn eine Angabe, womit das Tier gefüttert worden ist, ist nicht notwendig.

Wer hinterfragt, wieso wir dorthin gekommen sind. Stiftung Warentest empfiehlt doch immer die günstigsten Produkte als gut...Aber es wurde nie getestet, wie sich die Stoffe, die da drin sind in Kombination verhalten, wie im wahren Leben...

Im Film hinterfragt ein einzelner Mensch, auf der Suche nach dem verstorbenen Großvater, das System. Soylent Green-Täfelchen sind aus menschlichen Abfällen (sorry ist eine harte Formulierung, aber so ist halt der Film) hergestellt; hoch eiweißhaltig und macht die Menschen billig satt und spart auch noch die Entsorgungskosten der Asche.........

Die Inhaltsstoffe und die Risiken hinterfragt keiner, weil das Zeit und Nerven kostet. Ein Großteil der Menschheit hat weder die Zeit noch die Fähigkeit zu kochen. Es geht um Bequemlichkeit und schnelles Sattwerden zu möglichst billigen Preisen. Auch in den Gaststätten wird das servierte Essen nicht hinterfragt, Hauptsache viel auf dem Teller und billig - Qualität Fehlanzeige, außer die, die die Aromastoffe und Geschmacksverstärker vorgaukeln.

Ich selbst betrete einen Supermarkt nur, wenn ich mal ein Produkt benötige, das ich in meinen kleinen Läden (Bioläden, Hofläden etc.) wirklich nicht bekomme oder um Zeitschriften zu kaufen. Das war´s dann aber schon. Ich koche alles selbst (bin selbständig und arbeite mehr als 55 Stunden in der Woche) und komme trotz dieser Art zu leben, günstiger als Leute, die sich aus dem Supermarkt ernähren. Einkaufen mit Liste, saisonal, regional und wenig bis gar kein Fleisch lassen dies zu. Daher weiß ich was in meinem Essen für die Familie drin ist.
Horst sagte am 31.07.2009 um 10:11 Uhr:
@silberbauer:
Danke für den langen Kommentar. Es ist gut, wenn man nicht alleine ist. Konventionelle Supermärkte sind einfach schon verdammt nah am Soylent. Das scheint jemanden, der solche kaum betritt wohl klarer zu sein, als wenn man es als Normalität betrachtet.

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