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Vitamin-D-Winter
Vitamin D ist genaugenommen kein richtiges Vitamin, da der Körper in der Lage ist, es selbst zu bilden. Beim Menschen kommt es als Vitamin D3 (Cholecalciferol)  vor. Um es zu produzieren muss UV-B-Strahlung auf die Haut treffen. Wer sich ein wenig mit der Thematik beschäftigt, stößt immer wieder auf den Begriff des Vitamin-D-Winter.

Der Vitamin-D-Winter bedeutet, durch den niedrigen Sonnenstand im Winter kommt zu wenig UV-B-Strahlung auf der Erde an. D. h. der Mensch kann nicht genügend Vitamin D bilden und sollte besser nachhelfen. Bekannt dürfte das z. B. bei Säuglingen sein, denen man Vitamin D zur Rachitis-Vorsorge gibt. Wobei nicht unbedingt Nahrungsergänzungen sein müssen, gerade künstliche sind da sehr umstritten, auch im Solarium bekommt man UV-B-Strahlung.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Solarien-Industrie deswegen auch die größten Befürworter des Vitamin-D-Winters sind. In Deutschland hätte man von Oktober bis März nicht genug UV-B-Licht um Vitamin D zu bilden. In nördlicheren Ländern ist das natürlich noch schlimmer. Allerdings essen diese viel Fisch. Und fetter Fisch ist der beste natürliche Vitamin-D-Lieferant. Schon früher gab man Kindern mit Rachitis Lebertran.

Nun mag ich gerne glauben, dass in Polarkreis im Winter nicht genügend UV-B-Licht ankommt. Schließlich herrscht dort ja der Polarwinter, d. h. es wird gar nicht richtig hell. Aber bei uns? Wegen dem Sonnenstand?

Gucken wir uns doch mal das Licht an. Dieses besteht aus einem Farbspektrum.


Dabei ist die Wellenlänge links am kürzesten und rechts am längsten. Ganz links sitzt die UV-Strahlung. Diese hat also eine sehr kurze Wellenlänge. Was bedeutet die Wellenlänge nun? Wenn das eigentlich weiße Licht durch die Atmosphäre "fliegt", kollidieren die Lichtwellen mit kleinsten Teilchen. Je kürzer die Wellen sind, desto wahrscheinlicher passiert das. Das ist auch der Grund, warum der Himmel blau ist. Morgens und Abends hat das Licht dagegen einen wesentlich längeren Weg durch die Atmosphäre. Deswegen treffen auch immer mehr Lichtwellen, die oben weiter rechts angeordnet sind, mit den Teilchen zusammen. Daher ist der Sonnenauf- und -untergang gelb oder rot.

Eine physikalische Berechnung des mittleren Weges des Lichts durch die Atmosphäre bis zur Streuung findet man hier [Link entfernt, weil Linkziel leider nicht mehr verfügbar].

Also wird tatsächlich UV-B-Licht aufgrund der geringen Wellenlänge relativ viel durch die Atmosphäre ausgefiltert. Man wundert sich fast, dass überhaupt im Sommer noch genügend UV-Strahlung ankommt. Mit Sicherheit gibt es viele Tage im Winter, bei denen nicht genügend UV-Strahlung die Erde erreicht. Auch wird das entsprechende Zeitfenster um Mittag herum deutlich kleiner sein, als im Sommer. Allerdings ist es für mich sehr schwer, einen generellen Vitamin-D-Winter zu akzeptieren. Es spielen einfach viele Faktoren eine Rolle. Beispielsweise wird sich schon so mancher im Vitamin-D-Winter beim Skifahren einen Sonnenbrand geholt haben. Das dürfte bei strenger Auslegung überhaupt nicht sein.

Daher mein Tipp: Einfach in den Himmel schauen. Ist der blau und nicht türkis, dürfte auch genügend UV-B-Strahlung vorhanden sein. Ob das dann konkret was nützt, ist wieder eine andere Sache. Mir fällt es doch relativ schwer, bei Minustemperaturen auch nur mit entblößten Unterarmen länger im Freien auszuharren.

Am Besten also bereits im Sommer die Vitamin-D-Speicher füllen. Auch wenn zu viel Sonne immer noch Probleme für moderne Datensichtgeräte bereitet. Zur Not muss man den Laptop halt weglegen und sich mit dem ein oder anderen Podcast begnügen. 8-)
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 28.02.2008 um 12:01 Uhr.
Stichworte: sonne vitamin-d
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Bisher ein Kommentar:
Ralf sagte am 05.03.2008 um 11:07 Uhr:
ich frag mich schon so manchesmal warum die Menschheit bis heute überleben konnte. Rachitis war tatsächlich mal ein Problem, vor 100 Jahren in dunklen Hinterhöfen. Wer auch mal rausgeht hat damit keine Probleme, außer er hat panische Angst davor...

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