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Stillen als Religionsersatz?
Stillen als ReligionBei der Süddeutschen gibt es einen Artikel, bei dem es um Stillen als Religionsersatz geht. Wer eine gute Mutter sein will, hat gefälligst sein Kind zu stillen. Das nimmt angeblich fanatische Züge an.

Ich glaube die Behauptungen nicht. Heute gibt es sicherlich viel mehr Mütter, die ihre Kinder stillen, aber daraus jetzt eine religiöse Bewegung herbei reden zu wollen, ist etwas daneben. Eine gesunde Mitte wäre für die Medien wohl zu langweilig.  Meine Frau ist schon lange Mitglied bei der erwähnten La Leche Liga. Dort berät man schlicht Frauen bei Problemen. Das war und ist eben notwendig, wenn der Elterngeneration die Erfahrung fehlt. Stillen finde ich selbst sehr gut. Es macht die Kinder nämlich still. Daher ja auch der Name. Wieso sollte man sich mit Pulver und Fläschchen (womöglich noch mit Bisphenol-A) quälen, wenn es so einfach geht?

Oder läuft eine Lobbykampagne der Babyersatznahrungshersteller? Das fiel mir neulich schon auf. Wobei ich hier eher auf übliche Sensationsmache tippe.

Via @ElmarBreitbach.
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 11.11.2009 um 14:04 Uhr.
Stichworte: stillen kinder ernährung
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Wussten Sie schon, dass bereits Kleinkinder direkt nach dem Stillen ihre Nahrung perfekt selbst auswählen können?
Mehr dazu im Kapitel Über den Appetit.
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Bisher 6 Kommentare:
Elmar sagte am 12.11.2009 um 00:15 Uhr:
Hallo Horst,

dann schau dich mal in meinem Eltern-Forum um. Rein mit sachlichen Argumenten wird da wirklich nicht diskutiert. UNd auch wenn ich jetzt deiner Frau auf den Schlips treten mag, die La Leche Liga hat schon etwas Sektiererisches. Möglicherweise nicht immer und überall. Ich persönlich finde es jedoch problematisch, dass Frauen, denen es auch mit Unterstützung (Hebamme) nicht gelingt, ihr Kind zu stillen z. T. "dämonisiert" wird.

Ich sehe diesen Artikel in der SDZ nicht als ein Pamphlet der Ersatznahrungsindustrie. Hier geht es eher um den Umgang miteinander und mit den Nichtstillenden, der wirklich verbesserungsfähig ist
Horst sagte am 12.11.2009 um 10:17 Uhr:
Hmmm... na wenn Du das sagst, glaube ich das eher. Wobei ich das alles befremdlich finde. Also ich bin als "Bio-Evangelist" sicher auch kein neutraler Gesprächspartner. 8-) Wenn ich ein Baby mit Fläschchen sehe, will ich auch gleich nach Bisphenol-A fragen. Aber wenn ich jeden von meinen Ansichten überzeugen wollte, hätte ich viel zu tun. Wer will, kann ja mein Blog lesen. 8-)

Ich kenne die La Leche Liga als beratend. Und die haben sicher auch Tipps für schwierige Fälle. Aber Mütter, die nicht stillen können/wollen, kann man ja nicht zwingen. Dem Kind kann es ja nicht gut gehen, wenn es der Mutter dabei schlecht geht. Das kenne ich als Aussage von Hebammen und La Leche Liga Stillberaterinen.
Andrea sagte am 12.11.2009 um 20:07 Uhr:
Hallo Elmar,

da erhitzen sich die Gemüter, wie bei allen Themen die einseitig in eine Richtung gezogen werden.
Erst wird durch die Industrie das Stillen weitgehend verdrängt (auch ich bin so ein armes Flaschenkind, das bösen Milchschorf hatte und immer kränkelte....) ;-)
und dann muss man sich der natürlichsten Sache der Welt rückbesinnen, ja, sich quasi erkämpfen (ich sprech da aus Erfahrung, gerade im Umfeld unserer Eltern war Stillen was, das doch nicht klappen konnte.... gib doch die Flasche, dass das Kind was gescheites hat ect.).

Ärzte (z.b. beim Thema Impfen, das ist auch so sehr emotional behaftet und es gibt zwei Lager und nix dazwischen) und Industrie ziehen mit Gewalt in ihre Richtung.
Naja und dann gibts noch die Menschen, die gerne alles und jeden Belehren und sich immer wichtig machen müssen - die findet man dann z.b. in solchen Diskussionsforen.

Es gibt aber auch noch Schattierungen dazwischen und man kann jegliche Besserwisser auch gut ignorieren. Finde ich zumindest.

Was die LLL Stillberaterinnen angeht, muss ich Dir schon etwas recht geben, allerdings befassen die sich auch intensiv mit der Thematik, da wird man schnell belehrend, auch merkt man bei der LLL die amerikanische Mentalität voll durch (die sind halt so die Amerikaner und müssen auch noch gegen Prüderie ankämpfen...) aber - wenn man wirklich ein Problem hat, helfen die einen total gut und wer nicht stillen mag, geht einfach nicht hin und muss ja auch nicht fragen.

Du hast völlig recht, dass das einfach nur ein zwischenmenschliches "Problem" ist, dass man sich als Frau nicht wirklich antun muss, denn sein Umfeld kann man ja bedingt wählen und die Themen über die man spricht auch. Rechtfertigen muss man sich auch nicht für alles.

So, jetzt muss ich aber schnell wieder zum Stillen .... :-)


Elmar sagte am 12.11.2009 um 23:58 Uhr:
@ Andrea,

der Vergleich mit dem Impfen ist nicht schlecht, wobei ich hier (wenngleich wirklich nicht paranoid) auch deutlich ausgeprägtere Lobbyarbeit der Pharmaindustrie vermute. Aus meiner Sicht jedoch als alleiniger Grund, nicht zu impfen völlig unbrauchbar. Um ein drittes Beispiel zu bemühen ist es ähnlich wie die Ablehnung von PC zugunsten Apples, nur weil mehr Leute Microsoft-Produkte verwenden.

Zurück zu Stillen: Danke für deine differenzierte Antwort.

@ Horst: Die Kommentare per Email zusenden funzt nicht.
Horst sagte am 13.11.2009 um 09:12 Uhr:
@Elmar: Danke für den Hinweis. Du hast beim ersten Kommentar eine andere Mail-Adresse als sonst angegeben. An diese ist eine Double-Opt-In-Bestätigungs-Aufforderung gegangen, die aber nicht geklickt wurde.

Apple/PC: Hihihi, ich kenne noch solche Diskussionen, als es um Atari VCS 2600 oder ein Konkurrenzprodukt ging. Später dann Commodore C64 gegen Atari XL. Amiga gegen Atari ST, ... 8-)
Jaden sagte am 13.11.2009 um 15:36 Uhr:
Ich finde es eher bedenklich, dass Müttern heutzutage suggeriert wird, dass sie ihr Kind mit 6 Monaten unbedingt entweder abstillen sollen oder mit "Folgemilch" versorgen müssen, weil nur diese für eine "natürliche" Gesundheit des Kindes sorgen kann und ja auch viel mehr XYZ enthält, als Kuhmilch. Dass letztere ja auch für Kälbchen ist und nicht für "Menschlein" wird dann mal außer Acht gelassen. Paradox, dass künstlich hergestellte "Muttermilch" als gesünder dargestellt wird, als natürliche.

Ich habe eine Freundin, die ihr Kind konsequent stillt. Die Kleine ist drei und isst ganz normal, bekommt aber zum Abend noch die Brust - wenn sie es möchte. Die Mutter geht damit locker um, aber die Reaktionen darauf sind stellenweise wirklich erschreckend. Was ihr unterstellt wird... und jeder hat irgendwas dazu zu sagen.

Kinder sollten gestillt werden, schon aus gesundheitlichen Gründen. Wenn es nicht geht, körperlich, dann ist das eine Sache - aber wenn man sagt, man möchte nicht stillen, damit die Brust nicht nachher hängt, das verstehe ich nicht wirklich.

Den Artikel der Süddeutschen finde ich auch befremdlich, vor allem der "geschichtliche" Teil - es klingt so, als habe man früher schon nicht selber gestillt, maximal eben andere Frauen dafür bezahlt - und wenn man das nicht konnte, mußte das Kind eben leider sterben. Das ist, gutwillig betrachtet, bestenfalls oberflächlich. Und vor allem hat es mit der Situation der Mütter heute wenig zu tun.

Stillen ist natürlich, Flaschennahrung ist es nicht. Wie die Mutter letztendlich entscheidet, das ist ihre Sache. Das Kind kann es leider nicht.

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