Die Zeitschrift
natur+kosmos befasst sich im aktuellen Heft mit
Öko-Test. Kritisiert wird hauptsächlich, dass von Verbrauchern ein
Öko-Test-Label als Bio-Siegel wahrgenommen wird, aber bei den Tests es keine Rolle spielt, ob Produkte wirklich
biologisch hergestellt sind. Ich würde ja sogar noch weiter gehen, weil oft echte
biologische Produkte sogar schlechter abschneiden, weil sie sich von konventioneller Ware unterscheiden. Beispielsweise wenn die Wurst etwas blasser ist, weil kein
Nitritpökelsalz verwendet wurde. Der Artikel ist erfreulicherweise als
8-seitiges PDF frei zugänglich.
Ehrlich gesagt interessiert mich bei einem Produkt tatsächlich, inwieweit es schadstoffbelastet ist und ob die Qualität etwa durch Schimmelsporen leidet. Ob ein Produkt dank Weltanschauung kultiviert wurde, ist dabei nebensächlich und qualifiziert nicht für ein gutes Urteil, sofern nicht nach objektiven Kriterien bewertbar.
Kleiner Versuch am Rande: Biologisch setzt sich zusammen aus dem griechischen bios für Leben und logos von Lehre. Eine Bezeichnung landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus so genannter ökologischer Landwirtschaft als "biologische Produkte" ist nicht korrekt, als Bio-Produkte dank der Definition des Bio-Siegels dagegen schon.