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<< Vegetarier haben etwas weniger Krebs >> Newsletter ohne Diät vom 03.07.2009

Soylent-Schinken
Schwein - war früher notwendig für den SchinkenEin derzeitiger Aufreger ist ja der Mogel-Schinken. Nach dem Mogel-Käse, wurde dieser nun "neu" auf den Markt gebracht. Naja, ganz so neu ist's nun nicht. Formfleischschinken gibt es bereits seit mindestens 30 Jahren. Dieser muss aber gewissen Anforderungen bezüglich Fleischanteil genügen. Viele Produkte, die heutzutage auf dem Markt sind, liegen einfach deutlich darunter. Es gibt dann schlicht keine Regelung, wie das zu nennen ist. Ebensowenig wie Analog-Käse als Käse bezeichnet werden darf, dürfen diese sich Schinken nennen. Hessische Behörden haben nun eben festgestellt, dass in der Gastromonie oft (zu ca. 2/3) solche Produkte als Schinken oder Formfleisch bezeichnet werden. Das verwundert mich nicht wirklich. Wie sollen sie das den auch anders nennen? "Fleischersatz"?  "Pressabfälle"? "Soylent Schinken"? Das erwartet doch nicht wirklich jemand, oder?

Und die ganze Aufregung im Moment findet nur statt, weil sich das Zeug eben nichtmal Formfleisch nennen darf. Das alleine ist schon Irrsinn. Etwas, was noch übler ist als das, worüber man sich vor 30 Jahren maßlos aufgeregt hat. Heute gilt Formfleisch-Schinken schon als die bessere Qualität, oder wie?

Und bei allen Produkten, wo man nicht mit Bezeichnungen arbeiten kann, ist's wieder OK. Chicken Nuggets sind auch nichts anderes. Aber ein schöner Name für das Produkt macht es zum Renner für Kinder. Hmmm... lecker. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Unser Essen ist einfach Müll. Aber es ist auch billig. Und das ist den meisten eben wichtiger.

Nochmal: "Abfälle" zu billigen Lebensmitteln zu verarbeiten ist nicht neu. Es ist nicht verboten. Das ist der Standard, den unsere Nahrung erreicht hat. Das Einzige was die Sache überhaupt hochkochen lässt, ist nur die falsche Kennzeichnung. Eine Kleinigkeit, die vom eigentlichen Problem doch nur ablenkt.
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 05.07.2009 um 15:29 Uhr.
Stichworte: skandal fleisch schinken
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Wussten Sie schon, dass Ernährungs-Experten sich bereits oft geirrt haben?
Mehr dazu im Kapitel Warum man nicht auf Experten hören sollte.
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Bisher 5 Kommentare:
UschaSu sagte am 05.07.2009 um 16:12 Uhr:
Paradox ist, dass industrielle "Abfälle" begehrte Produkte sind und gleichzeitig die althergebrachte Kunst, aus allerlei Überbleibseln eine leckere und gesunde Mahlzeit zu zaubern, wohl gerade ausstirbt. Irgendwie passt das aber auch ins Bild ;-)
Bellog sagte am 06.07.2009 um 06:41 Uhr:
Ja es ist schon schlimm wie die breite Masse verdummt wird, es geht eben nicht um Nahrung. Sondern ums Geld verdienen und niemand muss das Zeug essen, vielleicht receyceln wir irgendwann alles und essen es dann aus purer Dummheit in uns rein...
Ich habe aber trotzdem den Eindruck, es machen sich immer mehr Leute ueber das was sie so in sich reinstopfen wenigstens ein paar Gedanken, immerhin
Mirko sagte am 07.07.2009 um 22:15 Uhr:
Ehrlich gesagt habe ich kein Problem damit, wenn Fleischreste noch zu Lebensmitteln verarbeitet werden, anstatt sie wegzuwerfen. Es ist ökologisch und ethisch doch in Ordnung, wenn man ein Tier so weit wie möglich verwertet.
Horst sagte am 08.07.2009 um 08:20 Uhr:
@Mirko: Weggeworfen wurde sowas noch nie. Wurst und Hack ist die traditionelle Verwertungsweise.
Mirko sagte am 09.07.2009 um 12:02 Uhr:
Oh, stimmt ja. Aber dann haben wir auch schon die Antwort, wie man den Mogelschinken bezeichnen müsste: Als Wurst.

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