Das es Ärzte gibt, die einem Patienten einen gesunden Lebensstil ausreden wollen und lieber Medikamente verschreiben habe ich am eigenen Leib erfahren. Als vor vielen Jahren ein Herz-Spezialist Bluthochdruck diagnostizierte und ich wissen wollte, ob abnehmen etwas helfen würde. Er meinte nur, dass ich das ja sowieso nicht schaffe und den Blutdruck senkende Arzneien sowieso viel besser sind.
Das nun aber Ärzten solche Ratschläge empfohlen werden, macht mich dann doch sauer. Bei der Ärzte-Zeitung fand ich eine Pressemitteilung, mit dem Bezeichnenden Titel: "
Bei viel Bauchfett: Arznei ist top, Lebensstiländerung ist ein Flop". Dort wird von einer Studie berichtet, wonach das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen mit Medikamenten wunderbar gesenkt werden kann. Die Patienten würden bekannterweise ihren Lebensstil sowieso nicht ändern, also sollte man als Arzt ausgiebig in die Pharmakiste greifen.
Das höre ich auch immer wieder, dass die Ärzte ihren Patienten es nicht zutrauen, dass sie ihr Gewicht reduzieren.
Die sind ja nur neidisch :lol:
Grüße vom
Lutz
Komische Einstellung, aber leider Gang und Gäbe.
Wobei ich auch viele gute Ärzte kenne. Deswegen wäre es ungerecht zu sagen "die Ärzte" sind so. Bedenklich finde ich, dass diese Einstellung mit einer Pressemitteilung gestärkt werden soll. Für einen Arzt dürfte es sowieso nicht leicht sein, im Akutfall auf eine Lebensstiländerung zu setzen. Ich glaube durchaus, das der Großteil der Patienten das nicht schafft, bzw. der größte Teil vermutlich nicht mal hören will.
Na ja diese eine Sache gibt ja nicht die Gesamtleistung eines Arztes wieder. Genauso haben viele Ärzte (nicht alle) immer noch was gegen Sport bei Krankheit.
Es gibt eben immer solche und solche.
Ja, es gibt auch viele engagierte Ärzte. Wie man mit einer Pressemitteilung allerdings auch Schaden anrichten kann, in Form von negativer PR, haben die großartig bewiesen!