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Maschine Mensch
Heute möchte ich mal wieder fremde Inhalte wiedergeben. Es gibt einen Newsletter Rundbrief, der einmal die Woche interessante Gedankengänge in das Postfach trägt. Der Newsletter Rundbrief wird von einem Thomas geschrieben und kann unter www.lebenswert.de abonniert werden. Die Ausgabe vom 5. Dezember (eigentlich 24.11., es gab aber Versandprobleme) trägt den Titel Maschine Mensch. Weil es dort auch um Kalorien geht, habe ich Thomas gefragt, ob ich den Text hier veröffentlichen darf. Er hat es erlaubt, vielen Dank von dieser Stelle.

MASCHINE MENSCH

Es gibt da diesen Gedanken, der viele zum Nachdenken anregt.
Man vergleicht, wie viel ein Liter Motorenöl fürs Auto
kostet mit dem Preis des Salatöls, das man sich selbst
zuführt.
Wenn das Motorenöl bedeutend teurer ist als das eigene Öl,
kann man durchaus fragen, inwiefern die Prioritäten im Leben
vielleicht nutzbringender geordnet werden könnten.

Den Gedanken empfinde ich als angenehm.
Nicht weit entfernt davon, gibt es einen anderen Gedanken.
Jeder Autobesitzer bringt sein Gefährt regelmäßig zur
Überprüfung in die Werkstatt.
Aber man selbst geht nicht so oft zur "Vorsorgeuntersuchung"
zum Arzt. Schon wieder verschobene Prioritäten?

Dieser Gedanke verwirrte mich vor einiger Zeit, also
erzählte ich ihn meiner Frau. Sie meinte:
"So ein Schmarrn, ich bin doch kein Auto."

Ich sah sie an. Dann sah ich an mir herab. Sie hatte
verdammt Recht: Wir sind keine Autos.

Wir sind Lebewesen. Das bedeutet: Wir tragen in uns
Millionen grosser und kleiner Programme und Werkzeuge, die
uns von ganz alleine "in Schuss" halten.
Etwas Lebendiges braucht keinen mechanischen Kundendienst.

Hört sich das jetzt banal an?
Nun, so alltäglich scheint diese Erkenntnis nicht zu sein.
Tatsächlich scheint mir das Bild von allem Lebendigen
(Mensch, Tiere, Natur) verzerrt wahrgenommen zu werden in
unserer Gesellschaft.

Ich weiss nicht genau, wann es anfing. Aber es gab wohl eine
Zeit, da glaubten die Menschen an Maschinen. Ähnlich wie
heute der Glaube an das "Informationszeitalter". Alles
schien in Wirklichkeit nur eine Maschine zu sein, das ganze
Universum.
Plötzlich konnten Flugbahnen von Planeten exakt berechnet
werden, Masse und Energie wurde in Zahlen gezwängt und es
schien zu funktionieren. Wahre "Wunder" konnte der Ingenieur
damit vollbringen. Es war ja nur nötig, die richtigen
Stellschräubchen zu finden und zu drehen...

Dieser Glaube verschwand seitdem nie mehr.
Er sitzt tief in uns allen, er durchdringt unsere "Kultur",
er wird in jeder Schule gelehrt, ständig in allen Medien
verbreitet.
"Biotechnologie" ist ein recht junges Wort. Aber was
bedeutet es anderes, als dass alles Leben in Wirklichkeit
nur ein Stück Technik ist, die man beliebig
(gen-)manipulieren kann, sobald man die Funktionsweise nur
verstanden hat.

Oder schon einmal von Kalorien gehört?
"Das hat zu viele Kalorien, da wirst du fett von."
Purer Technikglaube.
"Brennwert" der Nahrung. Klar, denn Nahrung ist ja nur
"Treibstoff" für die Maschine Mensch. Wie beim Auto.

Vor etwa 150 Jahren wurden verschiedene Nährstoffe
verbrannt, um deren "Brennwert" zu ermitteln. Die
Energieeinheit berechnete man dann in Kilokalorien (modern
wäre eigentlich Kilojoule, aber das hat sich bei der
Bevölkerung bis heute nicht durchgesetzt).

Diesen 150 Jahre alten Irrsinn glauben viele heute noch
bedingungslos. Tatsächlich ist das bis heute Stand der
Wissenschaft (mit leichten Anpassungen natürlich).

Demzufolge ist der Körper eine Maschine. Zugegeben, er ist
kompliziert... aber wenn man nur das richtige
Stellschräubchen findet...

So werden moderne Medikamente gemacht.
Man wirft eine Substanz in die Maschine Körper und sieht,
welches Stellschräubchen sich dann dreht.
Falls sich das Ergebnis vermarkten lässt, knallen die
Sektkorken und der Aktienkurs steigt.

Welches Menschenbild wird hier erzeugt?
Der Körper als leblose Maschine.

Dieses Gedankengut zieht sich dann durch alle Bereiche
unserer Existenz (das Wort "Leben" verwende ich in diesem
Zusammenhang nicht, denn Maschinen leben nicht).

Viele meiner Leser glauben hierbei an eine Art Verschwörung.
Der Mensch werde entmenschlicht, auf dass er folgsam und
kontrollierbar werde. Der perfekte Sklave für die Welt von
Morgen (oder Heute).

Ich teile diese Gedanken nicht.
Tatsächlich meine ich auch, eine Entmenschlichung sehen zu
können. Betrieben wird die in meinen Augen jedoch nicht von
irgendwelchen Weltherrschern, sondern von dir und mir an
jedem Tag. Immer nur mit den ehrlichsten, besten Absichten.

So will doch jeder Vater und jede Mutter nur das Beste für
seine Kinder.
Was tut man also, wenn das Kind einmal krank wird?
Richtig: Man geht zum Arzt. Zum Wohl des Kindes, mit den
besten Absichten.
Der Arzt wiederum tut, was er gelernt hat. Er tut es zum
Wohl seiner Patienten, mit den besten Absichten.
Meist wird in die natürlichen Funktionen des Körpers
eingegriffen.
Denn wenn eine Maschine kaputt ist, muss man sie reparieren.
Wie beim Auto.

Vergessen ist dabei das Leben.
Seine Perfektion wird nicht erkannt. Nicht einmal erahnt.
7 Jahre Studium und 15 Jahre Berufserfahrung gelten mehr als
das Leben mit Milliarden von Jahren an "Berufserfahrung".

Vielleicht können wir es auch nicht "erkennen". Vielleicht
braucht es dazu auch Vertrauen. Und Glauben.

Und da wären wir wieder: Beim Vertrauen in uns selbst.
Denn WIR sind das Leben. Wir sind direkt dran, am Leben.

Eine Denkweise, die den Körper zur Maschine macht, nimmt dem
Menschen das Selbstvertrauen.

Vielleicht mag der eine oder andere das berücksichtigen,
wenn ihm geraten wird, zum regelmäßigen "Checkup" zu
erscheinen. Wenn vom "Einstellen auf Medikamente" die Rede
ist oder wenn ein (alternativer?) Heiler(?) ins System
eingreift, "weil der Körper bekanntlich keine Ahnung hat,
was er da gerade tut (Fehlfunktion, kennt man ja vom
Auto...), aber dank meiner fundierten mehrjährigen
Ausbildung weiss ich es besser als der liebe Gott
persönlich."

Beispiel Schule:
08.00 Uhr: 30 Kinder lernen ein Gedicht.
08.45 Uhr: 30 Kinder lernen die Bundesländer Deutschlands
09.30 Uhr: 30 Kinder erholen sich.
09.55 Uhr: 30 Kinder betätigen sich kreativ zum vorgegebenen
Thema im Kunstunterricht. ("Du Sauhund, was seh ich da,
machst du jetzt etwa Mathe? Spinn ich??!! Jetzt ist
Kunstunterricht, du Krüppel. Betätige dich jetzt gefälligst
Kreativ. KREATIV hab ich gesagt!!!")
...

Ausbildung zum Mensch oder zur Maschine?


Ich selbst stehe auch oftmals ratlos da.
Es geschehen Dinge in meinem Leben, die ich nicht verstehe.
Doch wächst schon seit vielen Jahren die Gewissheit tief in
meinem Herzen, dass diese Dinge ihren Sinn haben.
Er ist da, auch wenn ich ihn nicht begreife.

Der Maschinenmensch mag so etwas als naiv ansehen. Alles
kann man erklären, hätte man nur die ausreichende Anzahl an
Informationen, wüsste man nur, welche Stellschrauben zu
drehen wären an der grossen Maschine des Universums...


Lasst uns lieber Menschen sein. Lebendig.


Alles Liebe,

thomas

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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 08.12.2007 um 15:09 Uhr.
Stichworte: kalorien
| Permalink | Trackback URI
Wussten Sie schon, dass jeder von uns jährlich 1,5 kg Zusatzstoffe isst?
Mehr dazu im Kapitel Der verwirrte Appetit.
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Bisher ein Kommentar:
Harald sagte am 20.12.2007 um 09:53 Uhr:
Danke!
Hab jetzt schone viele interessante "Newsletter" auf www.lebenswert.de gefunden.

Wie sagt Thomas in einem Artikel ("Kein Auto mal anders") Ich liebe neue Blickwinkel.

Viele Grüsse Harald

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