Wenn man Olivenöl chemisch zerlegt, könnte ein enthaltener Stoff
(Ölsäure) möglicherweise nicht ganz gesund
sein. Zumindest wenn man Meerschweinchen ausschließlich damit füttert,
entwickeln sie kleinere Herzen. Die Forscher hatten allerdings eher auf
Arteriosklerose gehofft. Immerhin reicht das dann zu Meldung "Zweifel
am Olivenöl" bei der Ärztlichen Praxis und "Olivenöl: doch nicht so gesund?" bei vitanet.de [Linkziel leider nicht mehr verfügbar].
Geht's noch? Erst einen einzelnen Stoff extrahieren, diesen als
möglicherweise schädlich hinstellen, was sich in Tests nicht wie
erwartet bestätigt, und dann trotzdem erstmal Olivenöl verdammen? OK, die unübliche, einseitige und nicht artgerechte Ernährung der Tiere hatte immerhin überhaupt einen Effekt. Aber so sehr wundert mich das jetzt eigentlich nicht.
Was soll den das? Gibt es es nicht bereits genug Verunsicherung
bezüglich der richtigen Ernährung? Brauchen wir dann unbedingt
unbestätigte Vermutungen, von denen am Schluss doch sowieso nur die
Schlagzeile hängen bleibt?
Ich bin ja immer dafür, mit bestehenden Mythen aufzuräumen. Jeder sollte als erstes auf seinen eigenen Körper hören und das essen was ihm schmeckt. Von daher habe ich nichts dagegen, wenn der Gedanke "Nimm Olivenöl, das ist gesund" aus den Köpfen verschwindet. Aber bitte nicht so.


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