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Wii-Fit Test: Verriss mit Videos und Bildern
WiiFit - LobbyNun hatte ich länger Zeit, die WiiFit zu testen. Mein "nicht so ganz positiver" erster Eindruck wurde aber mehr und mehr bestätigt. Darum wird dieser Test doch eher ein Verriss. Aber ich will fair bleiben und nicht mit Informationen geizen. Deswegen wird der Artikel auch richtig lang und mit einigen Videos und vielen Bildern garniert.
Kleiner Hinweis an die Feed-Leser: Videos machen wohl immer wieder Probleme, je nach Reader mehr oder weniger. Im Zweifelsfall halt die URL aufrufen. Danke.

Aber der Reihe nach. Man wählt sein Mii in der Wii-Fit-Lobby. Ein animiertes Balance-Board begrüßt einen und manchmal bietet es an, einen Fitness-Tipp zu geben. Diese sind dann etwa "Warm duschen am Morgen regt den Kreislauf an" oder "Vor dem Training sollte man eine Banane essen". Recht groß kann die Auswahl der Tipps nicht sein, diese beiden Beispiele wurden mir schon mehrfach gezeigt. Die Qualität ist sowieso für die Katz. Das hätte man sich getrost sparen können. Wenn ich jemanden dazu bringen will, täglich zu trainieren, darf ich ihm doch nicht jeden zweiten Tag mit dem gleichen Schwachsinn nerven, oder?

Wii-Fit-KalenderNa gut, nun haben wir die Wahl zwischen Körpertest und Training. Zumindest den Körpertest sollte man täglich machen. Dieser besteht aus dem ermitteln des Gewichts und gleichzeitigem messen des Schwerpunktes. Haltungsschäden sollen so angezeigt werden. Allerdings geht es wohl eher darum, sich möglichst mittig auf das Brett zu stellen. Etwas nervig ist der Ablauf, weil man sich erst darauf stellen muss, dann nochmal unterbrochen wird um das Gewicht seiner Kleidung anzugeben. Überhaupt ist es immer wieder nervig wenn man einerseits gerade stehen, gleichzeitig aber mit einer Hand und der Wiimote bedienen soll.

Beim ersten Wiegen kann man sich auch ein Ziel-Gewicht setzen. Man gibt an, in welchem Zeitraum man wie viel abnehmen will. Hat man bereits Idealgewicht ist das natürlich total bescheuert. Später wird dann immer darauf Bezug genommen. Wobei nur der Unterschied zum letzten Tag eine Rolle spielt. Wenn ich also sage, ich will 10 Kilo abnehmen, dann erstmal eines zulege, am zweiten Tag aber 500 g wieder runter sind, dann bin ich auf einem guten Weg, meint die Wii. Überhaupt ist das höchst lieblos umgesetzt. Wenn ich zugenommen habe, muss ich einen Grund auswählen. Dabei stehen so glorreiche Möglichkeiten wie "Viel Gegessen", "Spät Gegessen", "Genascht" und ähnliches zur Auswahl. Nehme ich dann beispielsweise "Viel Getrunken", unterstellt mir die Wii übermäßigen Alkoholgenuss. An die Entwickler: Ich wünsche mir hier die zusätzliche Auswahl "Leck mich am Arsch".

Nach dem Wiegen wird der BMI angezeigt. Wie schon im ersten Eindruck gesagt, erfolgt die Einteilung bei Kindern sogar nach einer eigenen Tabelle, während die Darstellung der Miis davon nicht beeinflusst wird. Irgendwie nur halbfertig gedacht. Nun kann man wählen, ob man noch zwei Balance-Tests machen will, oder aus Zeitmangel sofort beendet. Wir machen natürlich die Tests. Das virtuelle Balance-Board wählt zwei aus dieser Liste:
  • Basis-Test: Links und rechts sind zwei blaue Balken und jeweils ein roter Bereich markiert. Man muss das Gewicht nach links oder rechts verlagern um die Balken für jeweils 3 Sekunden im roten Bereich zu halten.
  • Agilitäts-Test: Es tauchen blaue Rechtecke auf dem Bildschirm auf, die mit einem roten Punkt durch Gewichtsverlagerung getroffen werden müssen.
  • Lauf-Test: Zwanzig Schritte auf dem Balance-Board laufen.
  • Ein-Bein-Test: Man stellt sich in die Mitte des Boards auf ein Bein und muss 30 Sekunden möglichst still stehen. Schwankungen bewegen einen Linie in der Mitte. Von den Seiten wird der freie Bereich immer mehr eingeengt. Schwankt man zu stark, wird der Test vorzeitig beendet.
  • Stillsteh-Test: Einfach 30 Sekunden möglichst still stehen.
Wii-Fit-AlterNach den Tests wird das WiiFit-Alter präsentiert. Dieses bezieht sich meiner Ansicht nach nur auf die Tests, nicht auf das eigene Körpergewicht. Zumindest schneidet mein idealgewichtiger Sohn doch deutlich schlechter ab als ich, allerdings hat er die Tests auch das erste mal gemacht. Das WiiFit-Alter sagt also eigentlich nur aus, wie viel Übung man bei den Tests schon hat. Bitte hierzu einfach nebenstehendes Bildschirmfoto mit meinem Alters-Verlauf beachten.

Hat man die Tests erfolgreich absolviert, darf man den Tag im Kalender abstempeln. Mit der Zeit schaltet man verschiedene Stempel-Designs frei. 8 Stück gibt es insgesamt und ebenso viele Farben kann man für den Kalender auswählen. Richtig abwechslungsreich macht es das aber auch nicht.

Wii-Fit Kalender-Design-AuswahlUngefähr jeden zweiten Tag bekommt man auch noch den Tipp, dass man doch auch andere Dinge wie Kinder und Haustiere wiegen kann, indem man diese im Arm hält während man sich wiegt. Hey, toll. Das Balance-Board sieht also ein, dass es nur eine teure Waage ist? Aber zumindest funktioniert das tatsächlich. Wenn man den Körpertest durchführt und sich das Gewicht stark geändert hat, vermutet die Wii, das man etwas im Arm hält und rechnet das entsprechende Gewicht aus. Man kann aber auch sagen, dass man tatsächlich innerhalb von 5 Minuten 25 Kilo zugenommen hat. 8-) Letztlich muss man bei jedem neuen Test am Tag wählen, ob er gespeichert wird oder nicht. Die Wii merkt sich eben nur ein Ergebnis pro Tag, gibt aber dafür beständig den Hinweis, dass man möglichst immer zur gleichen Zeit den Test machen sollte.

Wii-Fit Guthaben und LogbuchEs lassen sich auch Grafiken abrufen, die den Verlauf des BMI, des Gewichts und WiiFit-Alters zeigen. Daneben findet sich auch das Fit-Guthaben. Man sieht dort wie lange man welche Art des Trainings auf der Wii durchgeführt hat. Hier versteckt sich auch eine Funktion "Logbuch". Man kann Betätigungen außerhalb von WiiFit hier eintragen. Allerdings ist diese Funktion bei den Grafiken nicht nur gut versteckt, sondern auch ziemlich lieb- und nutzlos. Man kann nämlich nur für den aktuellen Tag Aktivitäten hinzufügen. Man müsste also jeden Abend nochmal schnell die Wii anwerfen und sich durchklicken, wenn man das wirklich nutzen wollte. Außerdem wird einfach eine Gesamt-Zeit gespeichert, keine einzelne Tätigkeit. Man hat zwar die Auswahl zwischen leichter, mittlerer und starker Aktivität, aber letztlich wird das eben einfach auf eine Zeit umgerechnet. Beispielsweise wird die Zeit der starken Aktivität dann einfach verdoppelt und addiert. Fertig. Zumindest werden Beispiele für die Aktivitäten genannt:
  • Leichte Aktivität: Kochen, Waschen, Musizieren, Stretching, Aufwärmen, Bowling
  • Mittlere Aktivität: Spazieren, Hausputz, Gärtnern, Tischtennis, Golf, Aerobic
  • Starke Aktivität: Tanzen, Tennis, Fußball, Laufen, Schwimmen, Radfahren
Wenn man sich diese anschaut, wird aber fast jeglicher Schritt, den man macht zur Betätigung. Wer also nicht den ganzen Tag nur am Sofa liegt, kann 15 Minuten für die korrekte Befüllung des Logbuchs einplanen. Super. Das gilt dann bestimmt auch wieder als "Leichte Aktivität". 8-)

Wenn wir schon bei der benötigten Zeit sind, ein weiterer Kritikpunkt dazu: Die Nebenzeiten sind viel zu hoch. Für den Körpertest, bei dem man 3 Sekunden während des Messens und maximal 2 mal 30 Sekunden für die Balance-Tests in Aktion ist, benötigt zwischen 4 und 5 Minuten. Hier ein komplettes Video dazu. Das ist zugegebenermaßen extra lang, weil der Tester den Körpertest das erste mal durchführte und außerdem die Anzeige nur auf dem Mini-Bildschirm der Videokamera zu sehen war. Die Wiimote musste aber trotzdem auf den normalen Bildschirm gehalten werden. Etwas erschwerte Bedingungen, aber die Qualität der Videos war mir diesen Umstand wert.


Yoga und Muskelübungen

Wii-Fit Training MenuKommen wir zum Training. Es stehen 4 Bereiche zur Auswahl. Wobei Yoga und Muskelübungen sich rech ähneln. Jeweils 15 Übungen stehen zur Verfügung, wobei man den Großteil erst freischalten muss. Das passiert allerdings automatisch, einfach durch die angesammelte Trainingszeit. Die einzelnen Übungen werden von einem Trainer vorgemacht. Man steht dann also auf dem Balance-Board und macht nach, was am Bildschirm zu sehen ist. Also wenn man kann. So richtig einfach ist das teilweise gar nicht, weil man im Gegensatz zum Trainer ja immer noch die Wiimote in der Hand hält, die braucht man ja ständig. Das ficht die Wii allerdings nicht an. Die sagt einem man soll dem Trainer den Blick zum Boden nachmachen und gleichzeitig am Bildschirm dabei zusehen. Mich überfordert das, mag sein das es ohne Brille leichter ist.

Wii-Fit Yoga MenuDie Bewegungsabläufe, die vorgeturnt werden, sind dann auch etwas roboterhaft. Ich bin mir wirklich nicht im Klaren darüber, ob man nun die Bewegungen genau so nachmachen muss, oder ob es einfach an eingesparten Animationen liegt. Es ist halt so, dass wenn eine Figur die Hände heben soll, wenn die Beine zusammen sind, ist das eine Animation. Wenn sie es auch noch machen soll, wenn die Beine auseinander sind, ist es eine Zweite. Wenn ich aber festlege, dass die Figur immer die Beine zusammen stellt, bevor sie die Hände hebt, dann spare ich mir diese Animation ein. Bei komplexeren Abläufen kommt da enorm was zusammen. Man kennt das aus Computerspielen, wo die Figur nicht einfach stehen bleiben kann, sondern immer den Schritt zuende ausführt. Oder es sieht eben abgehackt aus. Nunja, irgendwie habe ich das Gefühl, das Nintendo hier auch sparsam mit den Bewegungen war.

Wii-Fit Muskel-Übungen MenüWobei das Ganze sowieso keinen Sinn hat. Die Wii hat nämlich keine Chance festzustellen, was man selbst macht. Lediglich der Schwerpunkt wird gemessen, der sollte je nach Übung in einem bestimmten Bereich liegen und dort vermutlich möglichst ruhen. Ob man dabei die Bewegung auch nur annähern richtig macht, weiß man aber nicht. Für Unerfahrene halte ich das sogar für gefährlich. Übungen falsch ausgeführt können durchaus auch schaden statt nützen. Ich hätte bei den Yoga-Übungen gerne einen echten Lehrer gehabt, den ich hätte fragen können, ob das so nun richtig ist. Bei den Muskelübungen bin ich schon erfahrener, spare sie mir deswegen noch lieber. 8-)

Wer tatsächlich so etwas vor dem Bildschirm tun will, dem rate ich eher zu einem Video. Echte Menschen können das besser vorführen und erklären. Die Kontrollmöglichkeiten über das Balance-Board nutzen nichts. Ich fürchte eher einen Schaden.

Für einen besseren Eindruck habe ich auch hierzu zwei Videos. Jeweils eines für eine Yoga- und eine Muskelübung.




Aerobic

Bei den beiden Bereichen Aerobic und den Balancespielen gibt es keinen Trainer, sondern die Miis dominieren. Auch hier muss man einige Spiele wieder erst freischalten, wobei das komplizierter ist. Teilweise geschieht das durch die simple Spielzeit im entsprechenden Bereich, teilweise aber auch durch Leistungen. Hat man eine einfache Stufe erfolgreich gemeistert, steht die nächste zur Verfügung. Wobei das bei Aerobic sowieso etwas merkwürdig geraten ist.

Wii-Fit Aerobic MenüDort gibt es nämlich nur 4 verschiedene Spiele. Diese sind aber auf bis zu 3 Einträge im Menü aufgebläht. Das ist dann eben jeweils eine neue Variante vom Gleichen. Wobei das Rhythmus-Boxen die Varianten-Auswahl zu Beginn des Spiels statt eigenem Menüpunkt hat. So macht das auch mehr Sinn, ich schätze mal das andere Vorgehen sollte nur über die magere Auswahl hinwegtäuschen.

Hier die 4 Aerobic-Spiele:

  • Hula-Hoop: Der bekannte Reifen muss durch Hüftkreisen oben gehalten werden.  Von links oder rechts werden neue Reifen zugeworfen, die man durch Gewichtsverlagerung auffangen muss. Die zweite Variante mit eigenem Menüeintrag legt einfach fest, dass man zuerst im und dann gegen den Uhrzeigersinn kreisen soll.
    Meinung: Das macht tatsächlich Spaß und bringt einen gehörig ins schwitzen. Das Board wird gut genutzt.
  • Step: Im Rhythmus der Musik steigt man auf das Board und wieder herunter. Bei weiteren Varianten (mit eigenem Menüeintrag) wird es komplizierter und schneller. Dann muss man sich auch mal drehen oder den Fuß nur in der Luft halten statt ihn abzusetzen.
    Meinung: So richtig Spaß kommt hier nicht auf. Wie man durch das bisschen Bewegung fit werden soll, ist mir auch ein Rätsel. Ab der zweiten Variante wurde es mir zu kompliziert.
  • Joggen: Das Balance-Board wird nicht benötigt. Man steckt sich stattdessen die Wiimote in die Hosentasche und läuft auf der Stelle. Am Bildschirm sieht man den Trainer vor einem über eine virtuelle Insel joggen. Es gibt eine zweite Variante, bei der man zu Zweit joggen kann. Wobei der Zweite kein eigenes Mii wählen kann und auch sonst nicht wirklich wahrgenommen wird. Diese Variante ermöglicht es aber, dass man für das komplette WiiFit-Paket mit "simultanen Mehrspielermodus" werben kann. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass auf der Verpackung nur "1 Spieler" steht. Ein weiterer zusätzlicher Joggen-Modus ist das Freie Joggen. Hier kann man die Jogg-Zeit einstellen, statt der vorgegebenen zu folgen.
    Nintendo hat sich viel Mühe mit der Insel gegeben. In der Anleitung ist eine Karte abgedruckt und es wird auf versteckte Symbole verwiesen, die man finden kann. Ebenso haben meine Kinder schon ein Easteregg entdeckt: Ab und an wird man von einem kleinen Hund überholt. Wenn man dann schneller läuft und den Trainer überrundet, folgt man dem Hund im weiteren Verlauf.
    Meinung: Wie spannend ist es, auf der Stelle zu rennen und einer vorgegebenen Animation zuzusehen? Egal was für Extras da zu finden sein mögen, spätestens nach zweimal ist das einfach doof und langweilig.
  • Rhythmus-Boxen: Jetzt kommt nicht nur das Board, sondern gleich noch Wiimote und Nunchuck zum Einsatz. Der Trainer zeigt eine Schritt und Schlagfolge, die man dann mehrmals wiederholen muss. Also Beispielsweise zuerst mit dem linken Fuß vor, dann links und rechts schlagen, dann Fuß wieder zurück. Da er beim Zurück immer ein "Blocken" sagt, wurde daraus das Blogger-Motivations-Video. Hat man es ein paar mal gemacht, kann man auf einen anderen Modus wechseln. Dies geschieht diesmal nicht über einen eigenen Menüpunkt sondern beim Start des Spiels. Es werden dann kompliziertere Folgen erwartet und auch zusätzliche Bewegungen tauchen auf.
    Meinung: Die Musik finde ich klasse. Daher macht es auch ein paarmal Spaß. Allerdings ist es nicht wirklich anstrengend und auf Dauer nervt es doch. Wenn dann im höheren Modus die Folgen einfach nur noch kompliziert werden, steige ich total aus.
Aber ich kann ja viel erzählen. Das muss man am besten selber gesehen haben. Deswegen auch hier ein Video. Es ist ein Zusammenschnitt der 4 Spiele.



Balancespiele

Wii-Fit Balance-Spiele MenüNun bleiben noch die Balancespiele. Diese sind auch das wirkliche Highlight des ganzen Pakets. Dafür wurde das Balance-Board vermutlich auch gemacht, bevor man auf die saublöde Idee kam, daraus ein Fitnessgerät zu machen.

Die 9 Balancespiele:

  • Kopfball: Durch Gewichtsverlagerung neigt sich unser Mii nach links und rechts. Kommt ein Fußball muss er diesen erwischen, kommt ein Turnschuh oder ein anderes, nicht genau zu erkennendes, Objekt auf einen zu, dann weicht man aus. Im Fortgeschrittenen-Modus kommen einfach mehr ballfremde Objekte auf einen zu.
    Meinung: Nettes kleines Spielchen. Auf Dauer etwas eintönig.
  • Ski-Slalom: Das Mii fährt Ski. Mit Gewichtsverlagerung wird gelenkt. Wer ein Tor verfehlt bekommt Strafpunkte, am Ende zählt die Zeit. Der Fortgeschrittenen-Modus entspricht einer längeren Strecke.
    Meinung: Ganz witzig die Piste herunter zu brettern. Die Geräuschkulisse ist gut. Auf Dauer ist es aber auch immer wieder gleich.
  • Schanzensprung: Während des Anlaufs muss per Gewichtsverlagerung ein kleiner roter Punkt möglichst auf einen blauen gebracht werden. Beim Absprung dann die Beine strecken und in der Luft gerade halten.
    Meinung: Gar nicht so übel. Ein Durchgang dauert aber nur ein paar Sekunden, wodurch auch das schnell langweilig wird.
  • Kugelballett: Kugeln befinden sich auf Ebenen die durch Gewichtsverlagerung gekippt werden. Die Kugeln müssen alle durch ein oder mehrere Löcher nach unten befördert werden. Die erste Variante bietet 10 Plattformen, für Fortgeschrittene stehen nochmal 8 schwierigere bereit.
    Meinung: Mein Favorit. Das macht Spaß, auch wenn die Perspektive manchmal keine optimale Sicht bietet. Schade, dass es nur so wenig Plattformen sind. Da hätte man wesentlich mehr daraus machen können.
  • Seiltanz: Das Mii muss über ein Seil eine Häuserschlucht überqueren. Also macht man auf dem Board kleine Schritte und balanciert gleichzeitig das Mii aus. Mittendrin erscheint dann ein Gegner, über den man springen muss. Selbstverständlich darf man dabei nicht springen, sondern nur so tun als ob, sonst nimmt einem das Board das übel. Das ist ziemlich blöd. Auch ist die Steuerung nicht wirklich gelungen. Man macht also möglichst schnelle Trippelschrittchen und balanciert das Mii gerade wenn es sich neigt. Es gibt noch zwei schwierigere Modi mit mehr Gegnern und Wind.
    Meinung: Das Mii reagiert nicht so wie man erwartet. Die Schritte haben nur bedingt mit den eigenen zu tun. Das macht keinen Spaß.
  • Flußkugel: Das Mii in einer Seifenblase muss eine Strecke auf einem Fluss zurück legen. Dabei darf man nicht an den Rand kommen und Bienen dürfen nicht berührt werden. Hat man das Ziel einmal erreicht, ist Variante zwei freigeschaltet. Dort gibt es einfach mehr Bienen.
    Meinung: So richtig Freude will nicht aufkommen. Zu leicht ist man am Rand oder es taucht eine Biene auf. Das frustiriert. Dann auch noch keine Abwechslung und immer dieses ewige durchklicken und zwangsweise Highscore anschauen, bis man es wiederholen kann.
  • Pinguin-Picknick: Das Mii ist als Pinguin verkleidet (witzig gemacht) auf einer Eisschole. Dort springen immer wieder Fische darauf und darüber. Durch Gewichtsverlagerung kippt die Scholle und dadurch bewegt man sein Mii. Ziel ist es, möglichst viele Fische zu erwischen.
    Meinung: Ein nettes kleines Kinderspiel. Das Balanceboard wird nicht wirklich gut genutzt, mit der Wiimote könnte man das besser bedienen. So hat man den Eindruck als würde alles irgendwie zu langsam reagieren. Schön das mal gesehen zu haben, wirklich Spaß macht es nicht.
  • Snowboard-Slalom: Ganz ähnlich dem Ski-Slalom, wird hier mit dem Snowboard gefahren. Dazu dreht man das Balance-Board um 90 Grad. Ansonsten eben wie der Ski-Slalom auch. Mir passiert es durch die gedrehte Lage allerdings ständig, dass ich mit dem Board kippe.
    Meinung: Wie Ski-Slalom. Hat man ersteres schon gesehen reicht hier ein "Zur Kenntnis genommen" völlig aus.
  • Zazen: Was ist das wichtigste in einem Fitnesspaket? Was muss man unbedingt lernen? Richtig, still sitzen. Sich gar nicht bewegen. Das ist das Ziel der "uralten Zazen-Meditation". Man setzt sich auf das Board und bewegt sich nicht. Am Bildschirm sieht man eine Kerze, die durch zu viel Bewegung gelöscht wird.
    Meinung: Ja, klasse. Still sitzen und dabei einer virtuellen Kerze zusehen. Das macht bestimmt super fit.
Klar habe ich auch dazu ein Video. Alle Spiele in obiger Reihenfolge zusammen geschnitten.


Fazit:

Mit diesem Megabericht habe ich nun bewiesen, dass ich mich wirklich mit WiiFit beschäftigt habe. Und ich würde auch gerne das Produkt loben. Ich mag meine Wii und fand Wii Sports zu meiner Überraschung richtig gut und deutlich schweißtreibender als erwartet. Überhaupt ist die Idee, neue Ansätze für mehr Bewegung zu schaffen toll. Aber WiiFit ist ein Mogelpaket. Die Balancespiele sind ganz nett, vergleichbar mit Wii Play. Das bekommt man zusammen mit einer Wiimote für 10 Euro Aufpreis. Das ist fair. Das ist es locker wert. Nun bekommt man WiiFit zusammen mit dem Balance-Board zu einem deutlich teureren Preis. Würde man das Balance-Board als neuen Controller verkaufen und die Balance-Spiele dazulegen wäre das auch völlig in Ordnung. Nur würde das vermutlich keiner kaufen, wenn es nicht noch andere Spiele gibt, die es nutzen. Also hat man sich dazu entschlossen ein Fitness-Gerät daraus zu machen. Das geschah lieblos und halbherzig. Die bescheuerten Fitnesstipps, die sich ständig wiederholen, dauernd der gleiche Hinweis, dass man doch seine Haustiere wiegen kann. Immer wieder Wartezeiten auf die Kalibrierung des Boards. Immer wenn man meint es geht los, darf man nochmal was bestätigen. Wieder und wieder muss man der Highscoreliste zusehen, wie sie an einem vorbeiscrollt. Das nervt alles gewaltig.

Die Yoga und Muskelübungen sind blanker Unsinn. Wer sowas machen will, dem empfehle ich einen echten Trainer, ein Fitness-Studio, ein Buch oder zumindest ein gutes Video. Wer auf der Stelle joggen mag, bitte. Ich würde dann aber noch eher ein Fernsehgerät vor mich stellen, das ist nicht gar so langweilig. Noch eher würde ich aber einen Heimtrainer nehmen, auch dabei lässt sich prima TV gucken. Bei schönem Wetter ist es aber sowieso eine Schande. Man stelle sich vor, draußen scheint die Sonne und drinnen joggt man auf der Stelle. Finde nur ich das total bescheuert?

Das ist einfach nix. Wer ein Videospiel sucht, bei dem er ins schwitzen kommt, findet andere Titel. Wii Sports wird mitgeliefert (Kalorienverbrauch hier), für Kinder kann ich Donkey Kong Jet Race empfehlen. Bei Rayman Raving Rabbids finde ich das musizieren anstrengender und wesentlich spaßiger als den Step und Rhythmus-Boxen der WiiFit.

Wer also auf Fitness hofft, ist falsch. Wer sich mit kleinen Mini-Balance-Spielen begnügen kann, der darf zugreifen. Meine Hoffnung sind ja weitere Spiele, die den Controller nutzen. Machbar wäre das sicher einiges. Derzeit eignet sich die WiiFit nichtmal als Partygerät, weil immer nur einer spielen kann und alles auf regelmäßige Benutzung ausgelegt ist.

Wer trotzdem immer noch meint, dass er unbedingt WiiFit braucht, der möge bitte diesen Artikel nochmal lesen. Falls das nicht hilft, hier geht es zur WiiFit bei Amazon (Affiliate-Link). 8-)
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 20.05.2008 um 18:49 Uhr.
Stichworte: wii test sport bmi kinder yoga aerobic balance fitness
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Dieser Beitrag stammt vom Autor des Buches "Leben ohne Diät". Lesen Sie die erste Auflage des Buches hier direkt online.

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