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Schlank durch ehrliche Lebensmittel
 

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Erste Auflage
1. Die Entdeckung
2. Diäten
3. Manipulierte Lebensmittel
3.1. Industrielle Landwirtschaft
3.2. Industrielle Verarbeitung
3.3. Zusatzstoffe
4. Echte Nahrung
5. Nahrungsmittel im Detail
6. Methode 610
7. Was bringt die Zukunft?
 






3.1. Industrielle Landwirtschaft



Die konventionelle Landwirtschaft erfolgt heute nach einem industriellen Prinzip. Das bedeutet, das Ziel ist, eine große Menge an Gleichem zu produzieren. Daran erkennt man bereits die Schwierigkeit, denn in der Natur gibt es Gleiches eher selten. Jedes Lebewesen unterscheidet sich von seinen Artgenossen. Kein Baum gleicht dem anderen, und nicht mal ein Grashalm ist exakt identisch mit seinem Nachbarn.
In der Landwirtschaft wird nun versucht das auszugleichen, oder besser gesagt: die Natur anzugleichen. Dadurch können Maschinen besser zum Einsatz kommen, und die Verarbeitung lässt sich besser optimieren. Die Natur muss sich dem gefälligst unterordnen.

Übrigens:
Die so genannte Bio-Bewegung hat ihre Ursprünge bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Als man begann, Kunstdünger einzusetzen, waren sich einige Menschen bewusst, dass solche Produkte nicht gut für den Menschen sein können. Daraus entwickelte sich dann der erste Bio-Verband: Demeter.

Es darf auch keine Rolle mehr spielen, ob der Standort sich für den Anbau eignet. Dann müssen eben Gewächshäuser herhalten, und die Pflanzen wachsen auf Glaswolle. Wie die berühmt-berüchtigten Holland-Tomaten. Es ist heute egal, ob es die passende Jahreszeit dafür ist. Der Verbraucher will Erdbeeren das ganze Jahr über, also haben sich die Produzenten darauf eingestellt.

Doch bleiben wir beim Beispiel Tomate. Die Urtomate, wie sie Kolumbus aus Amerika mitbrachte, hat nicht mehr so viel mit den heutigen Sorten zu tun. Bis vor zehn Jahren fand man die Ursorten noch in den Gärten von Liebhabern rund um den Vesuv. Heute wird das leider zunehmend seltener. Die heutigen Tomaten aus dem Supermarkt müssen nämlich ganz andere Anforderungen erfüllen. Es kommt auf die feste, glatte Schale an, und eine einheitliche Form ist wichtig. So können die Früchte maschinell verarbeitet werden, was bei zu weicher Schale nicht möglich wäre. Die Tomatensamen werden mit einer chemischen Schutzhülle gegen Pilze und Bakterien versehen, dann erfolgt das Keimen im Gewächshaus. Erst danach werden die jungen Pflänzchen maschinell ins Freiland ausgesetzt. Das ist dann auch bereits die erste Bewährungsprobe ihrer Robustheit, die eine natürlich wachsende Pflanze nicht bräuchte. Die Wurzeln der heutigen Sorten sind übrigens wesentlich kürzer, das macht jedoch ein ständiges Bewässern und die Zugabe von Düngemitteln notwendig. Aber dafür können bei der Ernte die Pflanzen vollständig herausgerissen werden. Das geht wesentlich schneller und macht scheinbar den übrigen Aufwand wieder wett.
Natürliche Pflanzen müssen nicht oder nur kaum bewässert werden. Selbst im trockenen Sizilien wächst, was wachsen will. Regnet es bei einer Ernte nicht, dann sind die Früchte eben kleiner, aber dafür umso schmackhafter. Dumm, dass der Verbraucher nach Gewicht und nicht nach Geschmack bezahlt.
Die heutigen Tomaten sind also angepasst an ihre industrielle Verarbeitung – konzipiert von Anfang an auf den Einsatz chemischer Hilfsmittel, und das sogar noch vor der Aussaat. Die Optimierung erfolgt nach den Notwendigkeiten der Verarbeitung, und der Geschmack wird hintenangestellt. Den kann man ja günstiger mit Aromastoffen hinzufügen. Dabei geht die Artenvielfalt immer weiter zurück, denn die Maschinen sind eben nur für bestimmte Sorten optimal ausgelegt. Diese werden dann als industriell bevorzugte Sorten verstärkt angebaut. Gerade bei den großen Arten wie Kartoffeln oder Tomaten gibt es eigentlich unzähligen Varianten – wie viele bietet Ihr Supermarkt an?

Bei der Tierzucht verhält es sich teilweise noch viel schlimmer. Ein Schwein wird nach der Geburt in 25 Wochen auf 110 kg gemästet – unter Bedingungen, die wir keinem Lebewesen wünschen. Die kleinen Ferkel werden nach wenigen Tagen von der Mutter getrennt. Der Schwanz wird abgeschnitten, damit ihn sich die Tiere später nicht gegenseitig abfressen. Die Kastration erfolgt ebenfalls ohne Betäubung. Gehalten werden die Tiere auf viel zu kleinem Raum, meist in Dunkelheit. Einfach weil sie dadurch ruhiger sind. Tageslicht gibt es in ihrem kurzen Leben sowieso kaum. Das Leben der Tiere besteht aus Fressen und Ruhigstellung. Dass diese dabei physisch sowie psychisch alles andere als normal sind, ist kein Wunder und erklärt auch den hohen Einsatz von Medikamenten aller Art. Zu fressen bekommen die Tiere zugekauftes Kraftfutter für schnelle Gewichtszunahme. Das gilt nicht nur für Schweine, sondern man geht zum Beispiel davon aus, dass BSE bei Rindern durch verfüttertes Tiermehl entstanden ist.
Nun stelle man sich das einfach mal vor: Ein speziell gezüchtetes Tier, dessen einziger Lebenszweck es ist, schnell mit eigens dafür abgestimmtem Futter gemästet zu werden. Dabei wird ihm nichts gegönnt, psychische und physische Störungen werden in Kauf genommen. Von der Tierquälerei gar nicht erst zu sprechen, frage ich mich, was mit uns Menschen passiert, wenn wir das essen?!

Schauen Sie sich mal im Fastfood-Restaurant um. Teilweise sieht man dort Menschen, die aussehen wie gemästet. In alten Kulturen glaubt man, dass die Kraft eines Feindes auf sich selbst übertragen werden kann, indem man sein Blut trinkt oder andere Körperteile verzehrt. Soweit müssen wir nicht gehen, glaube ich, und hier Geister beschwören, sondern ich denke, dass der gesunde Menschenverstand vollkommen ausreicht. Ein Tier bildet während seines Lebens Zellen. Die dazu notwendigen Mittel stammen aus Nahrung und Umwelt, von der das Tier lebt und in der es heranwächst. Somit wird sich das auch auf seine Zellen niederschlagen. Wenn ein Tier in 25 Wochen auf 110 kg gemästet wird, dann steckt das in jeder einzelnen Zelle des Körpers. Wenn die Tiere ständig unter höchstem Stress stehen, dann macht sich auch dies in jeder Zelle bemerkbar. Die Medikamente, welche die Tiere bekommen, werden auch nur zum Teil abgebaut. Der Rest wird angelagert, bevorzugt im Fettgewebe. Das Phänomen ist auch beim Menschen bekannt, und deshalb sollten Schwangere auch nicht abnehmen, weil sonst die gespeicherten Schadstoffe wieder in den Körper freigesetzt werden können. Kaum ein Mensch isst heute noch gerne Fett, und das ist auch kein Wunder, wenn das Schwein aus einer solchen Zucht stammt. Vergleichen Sie dazu im Gegensatz mal Schweinefleisch aus biologischer Landwirtschaft. Der Unterschied wird Ihnen sofort klar werden.

Denkanstoß:
Ein Schwein ist während seiner Aufzucht ständigem und enormem Stress ausgesetzt, weswegen sich die Tiere leicht zu Tode erschrecken. Wenn wir nun deren Fleisch essen, könnte es nicht sein, dass unsere Anfälligkeit für Stress und deren Folgen wie Bluthochdruck auch dadurch mit verursacht werden?
Wenn Hühner so gezüchtet werden, dass deren Gelenke und Knochen nicht im Ansatz dem Tempo des Fleischaufbaus nachkommen, welche Auswirkungen hat das dann auf die Menschen, die das essen?
Du bist, was du isst!


Dieser Text ist aus der ersten Auflage des Buches "Leben ohne Diät" aus dem Jahr 2005.

Die 2. Auflage wurde grundlegend überarbeitet und enthält 30% mehr.
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3. Manipulierte Lebensmittel 3.2. Industrielle Verarbeitung
Inhaltsverzeichnis




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    Titel: Leben ohne Diät
   Preis: 16,80 Euro
    Autor: Horst Klier
   Verlag: BoD GmbH, Norderstedt
   ISBN: 978-3-8391-2507-6
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Creative Commons-Lizenzvertrag
Der Inhalt der ersten Auflage des Buches ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

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